Stadthaus 2

An d’Gemengenarchive geluusst XLI

Vom Stadthaus zur Stadtbibliothek (II)

Bis November 2007 fungierte das „alte“ Stadthaus als Rathaus. Dann zog man in das neue Stadthaus um. Nachdem einige Umänderungen und Verschönerungen an der „alten Gemeinde“ getätigt worden waren, konnte im Sommer 2009 die Stadtbibliothek, die bis dahin im Osburg-Haus untergebracht war, umziehen. Heute (2016) wartet die mit rund 13.500 Büchern bestückte Bibliothek, in der man auch auf e-books zurückgreifen kann, dreimal wöchentlich auf die recht zahlreichen interessierten Leserinnen und Leser.

Kleine und große Leseratten werden fündig in der gut bestückten Grevenmacher Stadtbibliothek. (Foto: Emile Krier)

Ein „historisches“ Glasfenster

Als bleibende Erinnerung an „750 Joer Fräiheet fir Gréiwemaacher“ im Jahr 2002, beschlossen Gemeindeverantwortliche und Kulturkommission, ein farbiges Glasfenster als Oberlicht über der Eingangstür des damaligen Stadthauses anfertigen zu lassen.

Entworfen wurde dieses besondere Fenster von Dipl.-Ing. Kurt Scheuer aus Oberbillig und ausgeführt von seiner Tochter, der Glasmalerin Heidemarie Scheuer, in deren Werkstatt in Kanzem bei Konz.

Die Verglasung, für die ausschließlich Echtantikgläser verwendet wurden, besteht aus fast 80 einzelnen Scheiben, mit Bleiruten zusammengesetzt. Das beachtenswerte „Dokument“, das von einer braunen Schriftrolle mit dem Namen „Makeren“ überragt wird, ist mit zahlreichen geschichtlichen Details betr. Grevenmacher versehen. Rechts neben dem Schriftzug befindet sich, nur angedeutet, das legendenumwobene Kreuz auf dem Kreuzerberg. Besonders gelungen ist die Vision der Festungsanlage, mit dem wuchtigen Wacht- und Wehrturm sowie mit Stadttürmen und -toren in der Mitte des Fensters.

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Ein farbenprächtiges Glasfenster schmückt die Eingangstür im alten Stadthaus von Grevenmacher. (Foto: Archiv Jean Welter)

Die Verglasung, für die ausschließlich Echtantikgläser verwendet wurden, besteht aus fast 80 einzelnen Scheiben, mit Bleiruten zusammengesetzt. Das beachtenswerte „Dokument“, das von einer braunen Schriftrolle mit dem Namen „Makeren“ überragt wird, ist mit zahlreichen geschichtlichen Details betr. Grevenmacher versehen. Rechts neben dem Schriftzug befindet sich, nur angedeutet, das legendenumwobene Kreuz auf dem Kreuzerberg. Besonders gelungen ist die Vision der Festungsanlage, mit dem wuchtigen Wacht- und Wehrturm sowie mit Stadttürmen und -toren in der Mitte des Fensters.

Auf der Mosel sind Flussszenen dargestellt. Links im Glasfenster befindet sich die Schrift: „Maacher Fräiheet 1252“ in Anlehnung an die Freiheitscharta, die Graf Heinrich der Blonde damals überreichte. Daneben steht das Marktkreuz. Es erinnert an das im Jahre 1357 von Herzog Wenzel verliehene Marktrecht.

Die rechte Seite ist eher gegenwartsbezogen: „Grevenmacher 2002“ steht über der lateinischen Inschrift: „Perstet et aeterna Pace fruatur + Amen“. Was so viel bedeutet wie: „(Grevenmacher) soll weiterbestehen und sich des ewigen Friedens erfreuen + Amen.“ Rechts neben der Inschrift sieht man den Kirchturm in seiner heutigen Form, die Kreuzkapelle als Symbol der Ortschaft sowie ein mit Trauben gefülltes Römerglas mit Rebenblättern, auf die Bedeutung der Stadt als Weinmetropole hinweisend. Auch der legendäre „Blannen Theis“ wartet mit einer Weise auf, zusammen mit seiner Frau und seinem Hund.

In der oberen rechten Ecke befindet sich schließlich das Signet von Heidemarie und Kurt Scheuer. Besonders schön ist dieses einmalige Glasfenster, das von innen betrachtet werden will, wenn die Sonne darauf scheint.

Monique Hermes

Quellen:

Welter, Jean: Ein Fenster erzählt Geschichte, in „1252-1952 750 Joer Fräiheet fir Gréiwemaacher, E Réckbléck“, 2002.

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