Peter von Osburg Portrait

Der geheimnisvolle Peter von Osburg und Grevenmacher

Versuch einer Darstellung des Edelmannes und Kriegers

„Mir stinn hei virun engem Haus, dat nom Péiter vun Osburg genannt gëtt. Dëse Péiter vun Osburg war en Edel- a Krichsmann, wéi et an den Dokumenter heescht; hie koum vun Osburg, enger Uertschaft am Honsréck, an huet zu Maacher eng räich Fra fonnt.

Géint Enn vu sengem Liewen, am Joer 1439, huet en, well e keng Nokommen hat, säi ganzt V erméigen op éiweg Zäiten der Stad Maacher an engem Testament verschriwwen, mat der Oplo, hei soll en Haus fir aarm a krank Leit an och fir Pilger, en Hospiz, entstoen.

Dës Fondatioun besteet nach haut. Si gëtt vun engem Verwaltungsrot gefouert. No villem Hin an Hier, besonnesch no der Franséischer Revolutioun, gouf aus dem Aarmenhaus a Spidol ë. a. eng Zockerfabrik, déi allerdings mat wéineg Succès hei ageriicht gi war. Vun 1857 bis 1980 haten d’Schoulschwësteren en Ënnerdaach hei fonnt, an duerno ass d’Haus zum Kulturhaus vun der Maacher Gemeng gemaach ginn.“

Bei diesem Text handelt es sich um einen Auszug aus der Ansprache von Jean Welter (+ 2006) auf der Freitreppe des Peter-Osburg-Hauses, bei Gelegenheit der „Joyeuse Entrée“ von Großherzog Henri und Großherzogin Maria-Teresa am 9. Juni 2001.

Als Edelmann und Krieger, aus Osburg stammend, der in Grevenmacher eine – wohl recht begüterte – Frau gefunden und durch die Heirat das Bürgerrecht erhalten hatte, wird der Stifter des Zivilhospizes, Peter von Osburg, gemeinhin dargestellt.

Viel wissen wir in der Tat nicht über den edlen Stifter und „größten Wohltäter von Grevenmacher“ (Berens), der in seinem Testament ausdrücklich wünschte, in „seiner“ Dreifaltigkeitskirche, (angrenzend an das Osburg-Haus), zusammen mit seiner Gemahlin seine letzte Ruhestätte zu finden. Was denn auch nach dem 26. Februar 1439, (Todestag von Peter von Osburg), geschah.

Und doch ergibt sich, wenn man lange und intensiv nachforscht, ein genaueres Bild desjenigen, dessen Name in Grevenmacher zum Begriff wurde: Peter von Osburg, „dessen Auftauchen in den Mauern der Stadt so unvermittelt, rätselhaft und vorübergehend war, dass uns seine Herkunft und näheren Umstände in völliges Dunkel gehüllt scheinen (…)“ (Berens).

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Bekannte Historiker und Kenner unserer Moselortschaft haben sich mit Peter von Osburg befasst: Jean-François Pierret (1673-1734 oder 1737), Philipp Knaff (1822-1889), Nicolas Ries (1876-1941), Jos. Hurt (1892-1962), Jean Welter (1937-2006) und ganz besonders Adolf Berens (1880-1956). Aus ihren Zeugnissen, Darstellungen und Überlegungen ergibt sich jenes Portrait, das wir hier zu zeichnen versuchen…

Philipp Knaff schreibt in seiner „Geschichtlichen Abhandlung…“ (1867): „Grevenmacher besitzt (…), ein ziemlich stattliches Hospital-Gebäude mit Hofraum, Stallungen, usw., gelegen nächst der Stelle, wo früher das Trierer- Thor stand. Dieses Gebäude wurde hergestellt von einem vornehmen Edelmann namens Peter von Osburg, welchen König Wenzeslaus in Anbetracht der treuen Dienste, die jener ihm geleistet, von allen Abgaben, sowohl von diesem Gebäude als von den zu demselben gehörenden Gütern, freigegeben hatte. Aus Erkenntlichkeit dafür schenkte Peter das gesamte Gut der Stadt Grevenmacher unter der Bedingung, dass dasselbe zu einem Hospital eingerichtet werde.“

Es folgen die Schenkungsurkunde von 1418 und – im Anhang – das Testament von 1439.

Bemerkungen:

Bei dieser Darstellung ist fraglich, ob Peter von Osburg selbst das Haus an der Trierer Pforte erbauen ließ. Sollte seine Gemahlin tatsächlich aus Grevenmacher gestammt haben, so könnte der Edelmann aus Osburg über sie in den Besitz des Anwesens gelangt sein…

Dass König Wenzeslaus Peter von Osburg von Abgaben befreit hatte, geht eindeutig aus der Schenkungsurkunde hervor und wird denn auch von mehreren Autoren erwähnt. Wir werden darauf zurückkommen.

  •   Bei „König Wenzeslaus“ handelt es sich um den Sohn des mächtigen und einflussreichen Herrschers Karls IV., Wenzel II., genannt der Faule, der 1378 römisch-deutscher König wurde, den man allerdings 1400 abgesetzte, da er sich nicht in der Lage zeigte, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Luxemburg hatte er 1388 an seinen Vetter Jobst von Mähren verpfändet. Er blieb jedoch rechtmäßiger Landesfürst. Wenzel starb 1419, also nur ein Jahr nach der Schenkungsurkunde – die allerdings eventuell bereits aus dem Jahr 1408 stammen könnte, wie beispielsweise Berens vermutet, was jedoch nirgendwo bewiesen ist…
  •   Wenzel II. ist keineswegs zu verwechseln mit seinem Onkel, Wenzel I., einem Bruder von Karl IV., der diesem Luxemburg im Jahr 1353 übertrug und zudem das Land 1354 zum Herzogtum erhob. Herzog Wenzel I. war es, der Grevenmacher im Jahre 1357 das Marktrecht gewährte.

Jetzt muß man Auguste Neyen zu Wort kommen lassen. In der „Biographie Luxembourgeoise“ (Band II-1861) schreibt er – wohl einige Jahre vor Knaff, der diese Darstellung jedoch nicht gekannt haben dürfte: «Si nous pouvons en croire la tradition, Pierre d’Ospurch aurait été un gentilhomme étranger revenu de l’armée et qui se serait fixé à Grevenmacher, où il aurait obtenu de Wenceslas II des lettres datées du lundi devant la feste de St. Simon et St. Jude, en l’an 1418, par lesquelles ce prince déclarait affranchies de toute charge et redevance sa maison et dépendances ainsi que ses autres propriétés.»

Bemerkung:

Dass sich in dieser Darstellung Ungereimtheiten befinden, wie auch Berens später feststellen wird, ist offensichtlich. Hier wurden zwei Fakten vermischt, nämlich die Befreiung von Abgaben durch Wenzel II. zugunsten seines „Anhängers“, Peter von Osburg, und die – eventuell daraus resultierende –Schenkung. Beide Begebnisse könnten jedoch im gleichen Jahr (1418) stattgefunden haben.

Adolf Berens bringt es in seinem umfassenden Werk „500 Jahre Zivilhospiz zu Grevenmacher (1439-1939)“ auf den Punkt, wenn er sagt: „Über die persönlichen Verhältnisse dieses größten Wohltäters von Grevenmacher und Hauptstifters des Bürgerspitals wissen wir nur, war er selbst in den beiden Aktenstücken, die darauf Bezug haben, (Schenkungsurkunde und Testament – sowie Grabschrift) uns beiläufig darüber verraten hat, und das ist nicht allzu viel.“

Fest stünde, so Berens, dass er ein Edelmann und ein tüchtiger Kriegsmann oder Ritter war, verheiratet, wobei sowohl die Herkunft als auch der Name seiner Gattin unbekannt sind, was Berens vermuten lässt, dass diese vielleicht „der Spross eines der zahlreichen Patriziergeschlechter Alt-Grevenmachers um die Wende des 14. Jahrhunderts“ war, was wiederum einen Teil des Reichtums erklären würde.

„Nur so erklärt sich auch ungezwungen seine sonst rätselhafte Niederlassung in Grevenmacher, als der Heimat seiner Gattin, wo er durch das infolge dieser Verbindung erlangte Eigentum zugleich das Bürgerrecht erhielt. Andernfalls wäre es uns unerfindlich, aufgrund welcher Umstände er sich in Grevenmacher einquartiert und dort Eigentum erworben hätte, wenn nicht wegen der unsicheren Zeitverhältnisse infolge der durch die unselige Pfandherrschaft von Wenzel II. über das Land heraufbeschworenen Unruhen und Wirren, bzw. aus einer inneren Verwandtschaft mit der Gesinnung und Haltung der dortigen Bürgerschaft, die gewiss, wie die Hauptstadt und alle Städte, seine Sympathie für den noch immer rechtmäßigen Landesfürsten Wenzel teilte“, vermutet Berens. Diese Überlegungen sind einleuchtend.

Nicolas Ries beruft sich in „Les Cahiers Luxembourgeois 1/1940“ auf Berens bei der „Darstellung“ von Peter von Osburg sowie des Zivilhospizes: «(…) Adolf Berens, Macérien d’origine (…) a publié, d’après les documents conservés aux Archives communales et au presbytère de sa ville natale, une chronique de l’Hospice civil, dont nous extrayons les données essentielles qui vont suivre», schreibt er, nachdem er eingangs seines Beitrags festgestellt hat: «Après la fondation du petit hôpital d’Echternach, dont les origines remontent au VIIe siècle, et celle de l’Hospice saint Jean dans le faubourg du Grund à Luxembourg, datée du 25 août 1309, la création de l’Hospice civil deGrevenmacher est un des événements les plus significatifs du XVe siècle.

En effet, cette fondation, dont l’acte de donation nous reporte à l’année 1418, n’a tiré son plein effet que par le testament de Pierre d’Osbourg, daté de l’année 1439.»

Ries weist alsdann ebenfalls auf die Tafel hin, die 1939 bei Gelegenheit der (bescheidenen) 500-Jahrfeier am Osburg-Haus angebracht wurde – sie wurde laut Berens am 27. August 1939 enthüllt trägt die Inschrift:

IN MEMORIAM
NOBILI ET ROBUSTO ARMIGERO PETRO AB OSBURG
PATRI PAUPERUM HUIUS LOCI
QUI OBIIT ANNO DOMINI MCCCXXXIX FERIA VI VICESIMA MENSIS FEBRUARII CUIUS NOMEN SIT BENEDICTUM

ANNO DOMINI MDCCCCXXXIX.

Was so viel heißt, wie: „Zum Andenken an den edlen und tapferen Kriegsmann (Ritter) Peter von Osburg, Vater der Armen dieses Ortes, gestorben im Jahre des Herrn 1439 am 26. Februar. Sein Name sei gebenedeit! Im Jahre des Herrn 1939“.

Ries zeichnet ebenfalls die in der Schenkungsurkunde aufgelisteten Besitztümer des Edelmannes auf: «Tout au plus les quelques documents dont nous disposons nous apprennent-ils que Pierre d’Osbourg possédait des domaines à Omsdorf (Onsdorf) sur la rive droite de la Moselle, une propriété sise à côté de la porte de Trèves – fort probablement l’héritage de sa femme – à Grevenmacher et une «cour» à Mertert.»

Jos. Hurt liefert in seiner unveröffentlichten Kartularchronik über Grevenmacher folgende Beschreibung von Peter von Osburg (und verweist dabei ebenfalls z. T. auf das Werk von Berens):

„Dieser Peter von Osburg (Oysperch, Oisperch), der Stifter des Hospitals in Grevenmacher, lebte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 15. Der Überlieferung zufolge soll er ein fremder Edelmann

gewesen sein, der dem Militärdienst entsagte und sich in Grevenmacher niederließ (Kn.). Die Gesta Trevirorum berichten aus dem Jahre 1397: die Bürger der Stadt Trier, die mit Johan von Cronenburg und Pe(r)ter Osberg Krieg geführt hätten, hätten diese ihre Feinde gefangen genommen und lange Zeit in Haft behalten.

Wenzel II. soll den gesamten Besitz des Peter von Osburg für abgabenfrei erklärt haben. Derselbe war sehr wohlhabend. In demselben Jahr 1418 stiftet er sein Haus in Grevenmacher „an der Pfort“, am früheren Trierer Tor zugunsten eines Hospitals. Besiegelt haben die Urkunde die damaligen Schöffen von Machern: Peter Rouer (Rauer), Johann Sparver, Claes Schluegh (Schlugh), Peter Wylnart (Wylenart), Peter Sparver, Thylman Hormant (Thielman Horman) und Meyster Johan der Schmidt.

Erben des Peter von Osburg (gest. 1439) waren „die dry gesistert“, d. h. die drei Geschwister Johann, Margarete und Else. Infolge eines Prozesses wurde 1446 durch einen Vergleich bestimmt, dass diese drei und ihre Nachkommen das Hospital verwalten sollten.

Spätere Stiftungen zugunsten des Hospitals wurden gemacht durch Nikolaus Losen, Johann Fusenich….“ (Hier sind weitere Namen bekannt.)

Bemerkungen:

In gewisser Weise fasst Hurt das Werk von Berens zusammen, greift jedoch das Jahr 1418 auf als dasjenige, in dem Wenzel II. – ein Jahr vor seinem Tod – den gesamten Besitz von Peter von Osburg als abgabenfrei erklärte.
Berens weist im Nachtrag zu seinem Werk, auf das wir gleich zu sprechen kommen, auf diese „Gesta Trevirorum III“ hin, in welchen ein „Petrus Osberg“ (Oisburg bei Kyriand. ?) erwähnt wird, der mit Joes von Cronenburg „lange mit der Stadt Trier Krieg führte, dann aber deren Edelbürger wurde.“ Er vermutet: „Offenbar kann es sich dabei um keinen andern als um unsern späteren Grevenmacherer Mitbürger handeln.“

Es ist Jean-François Pierret, der bereits Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts in „Essay sur l’histoire du Duché de Luxembourg et Comté de Chiny, Manuscrits – Archives du Gouvernement“ von einem Wappen von Peter von Osburg sowie von seiner Gattin spricht, und uns ebenfalls die Grabinschrift überliefert (er wird von Knaff und Berens zitiert):

„Ce fondateur est inhumé devant le maître autel de cet hospital, estant représenté en demi-relief sur sa pierre sepulchrale armé de toutes pièces avec ses armes et celles de son épouse et cette épitaphe taillée en vieux caractères tout autour:

HIC JACET NOBILIS ET ROBUSTUS ARMIGER PETRUS AB OSBURG QUI OBIIT ANNO DOMINI

MCCCCXXXIX
FERIA VI VICESIMA MENSIS FEBRUARII CUIUS ANIMA REQUIESCAT IN PACE.

Sowohl Knaff als auch Berens warten mit der Übersetzung auf: „Hier liegt der edle und tapfere Kriegsmann (Krieger) (Ritter) Peter von Osburg, welcher starb im Jahre des Herrn 1439 am 26. Februar. Seine Seele ruhe in Frieden.“

Berens fügt hinzu, dass auch Peters Erben – also seine drei Geschwister in dem Grab, von dem es heute keine Spur mehr gibt, ihre letzte Ruhestätte fanden. Er liefert im Nachtrag zu seinem Werk ebenfalls eine – wohl recht dürftige – Beschreibung des Wappens der von Osburg, nach Angaben in den Prozessakten des Kurfürsten Jakob von Eltz: „im oberen Feld einen Balken mit drei Hacken (oder Haken?) und unten drei Anker“.

Und sowohl Knaff als auch Berens berichten über das Ende der Spitalkirche im Jahre 1824, an deren Stelle ein Schulgebäude errichtet wurde (Knaff), durch Umwandlung in ein Schulgebäude (Berens).

Bei beiden Autoren heißt es weiter: „Bei dieser Gelegenheit wurde das herrliche Grabmal Peters von Osburg (des edlen Peter von Osburg – Knaff), (das selbst die französische Revolutionssoldateska verschont hatte – Berens), auf vandalische Weise zerstört, die Reste aber dieses großmütigen Wohltäters und dessen Nachkommen in den Wind gestreut.“

„Es bleibt eine ewige Schande der damaligen Stadtverwaltung, mehr noch des Verwaltungsrates des Hospizes, einen solchen barbarischen Akt der Impietät nicht zu verhindern gewusst zu haben“, fügt Berens hinzu und gibt in einer Fußnote den „großen Brand“ vom 18. November 1822 als Entschuldigung an. Und beide „Berichterstatter“ wissen zu berichten, dass die Armen (des Ortes) in lautes Murren ausbrachen, weil man das Andenken an(so) einen edlen Mann so wenig heilig zu halten wisse. Daraufhin wurden die Gebeine gesammelt und auf dem Kirchhof begraben.“

Die vorhandenen Materialien seien dem Unternehmer der Arbeiten, H. Gebert aus Temmels, überlassen worden, schreiben Knaff und Berens in ihren Darstellungen.

Ob dem so war, können wir heute kaum noch beurteilen, zumal es auf dem Friedhof von Grevenmacher keine Spuren eines zweiten Grabes von Peter von Osburg gab oder gibt…

Hinweisen muss man in diesem Zusammenhang jedenfalls auf einen Beitrag in der Obermosel-Zeitung vom 24. Juli 1939, in welchem ein gewisser L. den Torso in der Umfassungsmauer der Grevenmacher Kreuzkapelle ins Gespräch bringt und bezüglich dieses Torsos die Frage stellt: „Von Osburg oder einer der Schächer am Kreuze?“ Berens selbst scheint mit seinen Aussagen diese These,

zu entkräften, mit der bereits manch ein Lokalhistoriker sich befasst hat – etwa im ausführlichen Beitrag „Ein Torso gibt Rätsel auf“ in „Die Warte“ vom 31. März 2011.

Wer war schlussendlich Peter von Osburg?

Eigentlich wissen wir nach dieser doch ausführlichen „Spurensuche“ immer noch recht wenig über den Stifter des Zivilhospizes.
Er selbst verrät uns wohl einiges in der Schenkungsurkunde – laut welcher er sehr begütert gewesen sein muss – sowie in seinem Testament.

Fassen wir also alle aufgelisteten Fakten und Vermutungen zusammen:

Peter von Osburg

  • –  stammte aus dem deutschen Osburg im Hunsrück (im heutigen Landkreis Trier-Saarburg),
  • –  war verheiratet – wohl mit einer begüterten Frau aus Grevenmacher, wodurch ihm auch die Stadtrechte (das Bürgerrecht) zuerkannt wurden,
  • –  verfügte, genau wie seine Gattin, über ein eigenes Wappen,
  • –  war ein Anhänger von Herzog Wenzel II.,
  • –  wurde von diesem begünstigt und von Abgaben befreit, z. B. auf seinen

    Liegenschaften in Grevenmacher,

  • –  besaß noch weitere Liegenschaften im Umkreis von Grevenmacher,
  • –  schenkte 1418 seine gesamten (Grevenmacher) Liegenschaften den

    damaligen Grevenmacher Schöffen, mit der Auflage, dass ein Hospiz in

    seinem Haus an der früheren Trierer Pforte entstehen sollte,

  • –  ließ die Schenkungsurkunde – die bis zum Zweiten Weltkrieg im Pfarrarchiv von Grevenmacher deponiert war – von den Grevenmacher

    Schöffen sowie vom damaligen Gouverneur von Luxemburg bestätigen,

  • –  verfügte in seinem Testament von 1439 – bis zum Zweiten Weltkrieg ebenfalls deponiert im Pfarrarchiv von Grevenmacher – darüber, dass er in der Dreifaltigkeitskirche, (erste Erwähnung dieses Gotteshauses!),

    neben seinem Hospiz begraben werden wollte,

  • –  bestellte den damaligen Pfarrer von Grevenmacher – laut Testament

    handelte es sich um „Peter Momp von Arls, pastor zu Macheren“ – zum

    Vollstrecker seines Testamentes,

  • –  starb am 26. Februar 1439, wohl in Berburg, wie Berens vermutet, und

    wurde auf seinem Wunsch hin in der Dreifaltigkeitskirche neben dem Hospiz begraben, wo auch seine Frau und seine drei Geschwister ihre letzte Ruhestätte fanden. Grab und Kapelle wurden allerdings 1824 nach den Wirren der Französischen Revolution zerstört, und es gibt keine (sichtbaren) Spuren mehr davon.

  • –  hat eine Straße in Grevenmacher (in der Nähe seines Hauses samt Garten).

    Monique Hermes, 16.11.2017 – Update: 23.01.2019

Quellenangabe:

  •   Jean-François Pierret: „Essay sur l’histoire du Duché de Luxembourg et Comté de Chiny“, (17e/18e siècle), Manuscrit, Archives Nationales, Luxembourg.
  •   Auguste Neyen: Biographie Luxembourgeoise. Histoire des hommes distingués originaires de ce pays considéré à l’époque de sa plus grande étendue ou qui se sont rendus remarquables pendant le séjour qu’ils y ont fait. (Band II).
  •   Ph. Knaff: „Geschichtliche Abhandlung über die Stadt und ehemalige Festung und Landrichterei Grevenmacher“, Luxemburg, Druck und Verlag von Gebrüder Heintze, 1867.
  •   Nicolas Ries: Notre Moselle. Grevenmacher et ses environs. Les Cahiers Luxembourgeois, 1/1940.
  •   Adolf Berens: „500 Jahre Zivilhospiz zu Grevenmacher“ (1439-1939), Festschrift zum 500. Todestag seines Stifters, 1939, Druck der „Obermosel-Zeitung“, Grevenmacher.
  •   Jos. Hurt: Grevenmacher. Einer Moselstadt geschichtliches Werden und Wachsen. Band II. Von 1400-1617. Unveröffentlichte Kartularchronik, Gemeindearchiv Grevenmacher.
  •   Monique Hermes: Auf dem Kreuzerberg in der Moselmetropole: „Von Osburg oder einer der Schächer am Kreuz?“ Ein Torso in der Umfassungsmauer der Kreuzkapelle gibt Rätsel auf. In „Die Warte – Perspectives“ vom 31. März 2011.

    Diese Tafel wurde 1939 am Peter-Osburg-Haus angebracht. (Foto: Christophe Weiland)

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