Mars Schmit

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An d’Gemengenarchive geluusst (XXXVII)

Wie Mars Schmit die Moselgegend sah

Es trägt den Titel „Wou d’Rief laascht d’Musel doftech bléit…” und beinhaltet zahlreiche stimmungsvolle Aquarell- und Federzeichnungen von heimeligen Moselortschaften, das etwas andere Moselbuch, das Professor Mars Schmit 1987, also vor nahezu 30 Jahren, herausgab.

Mars Schmit, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts einige Bücher über Luxemburger Flüsse und Flusslandschaften „malte“, war Sprachen- und Kunstprofessor, hatte sich aber vor allem durch seine Aquarell- und Federzeichnungen einen Namen gemacht, nicht nur in Luxemburg, sondern ebenfalls bei zahlreichen Ausstellungen weltweit. Die Ausstellungsorte reichten von Paris über Rom, Salzburg, Brüssel, Frankfurt und New York bis nach Peking und Moskau, Luxemburg keinesfalls zu vergessen.

Der talentierte Künstler, der am 3. Dezember 1931 in Luxemburg-Pfaffenthal zur Welt gekommen war, verstarb leider schon am 14. Oktober 1990. In seinem Moselbuch schrieb er: «Dans ce livre, j’ai voulu rendre hommage à nos concitoyens mosellans. (…) Ce livre a pour but de nous rappeler, s’il en est besoin que nos vallées fluviales sont d’une rare beauté qu’il faut conserver à nos enfants.»

In der uns vorliegenden Auflage steht zuerst die Gemeinde Grevenmacher mit ihren zahlreichen Anziehungspunkten im Blickpunkt. Der damalige Bürgermeister Victor Braun – er stand von 1976 bis 1987 an der Spitze der Moselmetropole – führt in die reichhaltige Geschichte „seiner“ Stadt ein, die alsdann auf 8 Seiten anhand von Federzeichnungen dargestellt ist.

Hoch über dem Kreuzerberg thront auch heute noch die schmucke Kreuzkapelle.

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Alsdann „erlebt“ man den länder- und völkerverbindenden Fluss in Lothringen, im Dreiländereck um Schengen und bis Bad Mondorf, in der Moselperle Remich, in der Dicks-Ortschaft Stadtbredimus, in der Riesling-Gemeinde Wormeldingen, nochmals in der Moselmetropole Grevenmacher, in der Eisenbahnhochburg Mertert-Wasserbillig und nicht zuletzt in der Römerstadt Trier.

Im Herzen von Grevenmacher lädt die „Keiffeschgässel“ zum Flanieren ein.

Nicht nur ansprechende Bilder prägen das Buch. Man erfährt auch Wissenswertes über den Luxemburger Weinberg, über sehenswerte Kirchen, Schulen und Häuser, über schiffbare Gewässer in Luxemburg und über die Mosel zur Zeit der Römer.

«Grevenmacher. Chef-lieu d’une des plus belles régions du Grand-Duché fait peau neuve. Parmi les vieux murs d’enceinte respectables, on est en train de créer des zones piétonnes qui invitent les promeneurs à admirer, en flânant, les coins pittoresques de cette charmante petite ville», heißt es ab Seite 53, bevor die Moselmetropole auf insgesamt 17 Seiten „beleuchtet“ wird. Ganz besonders ins Auge sticht der Kreuzerberg mit seiner legendären Kapelle. Unter dem stimmungsvollen Bild liest man: „Am Ende des steilen Kreuzweges wacht die Kreuzkapelle über das sich ausdehnende Moseltal.“

Kurzum, das Werk „Wou d’Rief laanscht d’Musel doftech bléit…“ weist auch fast 30 Jahre nach seinem Erscheinen auf die Schönheiten des Moseltals und seiner Ortschaften hin und hat somit an Aktualität nichts eingebüßt.

Monique Hermes Mars Schmit, in „Wou d’Rief laascht d’Musel doftech bléit…“, Gemeindearchiv Grevenmacher.

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Quellen:

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