Grevenmacher Schulgeschichte

Im Rahmen der Ausstellung zum 100. Todestag von Hauptlehrer Anton Wagner (1844-1886) Aus der Schulgeschichte der Stadt Grevenmacher
Zwei bedeutende „pädagogische Köpfe”: Nikolaus Clasen (1783-1850)

und Anton Godart (1817-1876)

Text: Monique Hermes, Fotos: Jean Welter.
Teil I veröffentlicht in „Die Warte“ am 11. Dezember 1986. Überarbeitet und ergänzt im November/Dezember 2017.

Ende des Jahres 1986 gedenkt die Stadt Grevenmacher, dank der Initiative ihrer Kulturkommission, eines ihrer hervorragenden Pädagogen, dem nachträglich der Titel: „Vater der moselländischen Volkskunde“ zuerkannt wurde für sein Büchlein: „Alterthümliche Merkwürdigkeiten der Stadt Grevenmacher“, das im Jahre 1885 im Verlag Josef Eßlen herauskam, Hauptlehrer Anton Wagner (1844-1886), der am 13. Juli 1886 in den Fluten der Mosel den Tod fand.

Wir nutzen die Gelegenheit, um in der Schulgeschichte des Moselstädtchens zu blättern und verschiedene „pädagogische Köpfe“ zu würdigen, die der Moselmetropole im (vor)vergangenen Jahrhundert „zum Segen gereichten“ und fast „ein Jahrhundert hindurch die Methodik des Landes befruchteten.“ (Paul Noesen). Es handelt sich u. a. um Nikolaus Clasen (1783-1850), der „die Reihe vorzüglicher Lehrer und Oberprimärlehrer inaugurierte“ und um einen Schüler von Clasen, Anton Godart (1817-1876), zuerst Unterlehrer in seiner Heimatstadt, dann Reorganisator des Schulwesens der Hauptstadt, zudem Gründer der Oberprimärschule in Luxemburg und V erfasser äußerst zahlreicher bekannter und viel gebrauchter Schulbücher für unsere Primärschule, „die während mehr als einem halben Jahrhundert das Feld behaupteten und für den Fleiß und das methodische Können ihrer Verfasser Zeugnis ablegten.“ (Noesen).

Auch verschiedene andere bedeutende Lehrpersonen, die sich in Grevenmacher, und darüber hinaus, einen Namen machten und so der Stadt zur Ehre gereichten, sollen an dieser Stelle erwähnt werden. Sie haben letztlich dazu beigetragen, dass das Schulwesen sich im Moselstädtchen und im ganzen Lande ausbreiten konnte.

NIKOLAUS CLASEN (1783-1850): EINE HERVORRAGENDE LEHRERGESTALT DES GROSSHERZOGTUMS

SEIN LEBEN

Geboren wurde Nikolaus Clasen in der Stadt Luxemburg am 5. März 1783 als Sohn eines wohlhabenden Lohgerberhändlers. Politische Unruhen zwangen seine Eltern Henri Clasen und Marguerite Chrisnach, die Hauptstadt zu verlassen und nach Grevenmacher umzuziehen. Nikolaus zog mit nach dem

Moselstädtchen und übte dort bis zum Jahre 1812 den Beruf eines Lohgerbers aus, das Geschäft seines Vaters weiterführend.

Im Jahre 1812 wurde der Posten eines Schullehrers in Grevenmacher vakant, und der Gemeinderat hatte ein Auge auf den jungen Clasen geworfen. Er sollte seine Wahl später in keinem Augenblick bereuen.

Clasen nahm den ihm angebotenen Posten schließlich an. Anfangs stand ihm sein Bruder Anton zur Seite. Der neue Lehrer hatte jedoch die Bedingung gestellt, sich weiter ausbilden zu dürfen und besuchte in der Folgezeit die bekannten Lehrkurse des Trierer Pädagogen und Geistlichen Victor (Josef Aloysius) Devora (1774-1837). Durch diesen Pädagogen wurde er mit den pädagogischen Strömungen seiner Zeit bekannt, lernte bedeutende Leute wie Johann Ignaz von Felbiger (1724-1788), Johann Heinrich Pestalozzi (1726- 1827), Bernhard Heinrich Overberg (1754-1826) und Johann Michael Sailer (1751-1832), kennen und schätzen und zog Nutzen aus deren Lehren für seine Grevenmacher Schüler.

Im Jahre 1818 entdeckte der vom König-Großherzog Wilhelm I. mit der Inspektion unserer Schulen beauftragte berühmte Verfasser des holländischen Schulgesetzes von 1806, Van den Ende, in unserem Land lediglich zwei vollkommene Schulen: die des Lehrers Jean-Pierre Charles Bernard (1782- 1849) in Wiltz und die des Lehrers Nikolaus Clasen in Grevenmacher. Beide Musterlehrer erhielten als Belohnung ein Brevet ersten Ranges, damals eine außergewöhnliche Auszeichnung, die nur sehr wenigen Lehrpersonen zuteil wurde. Dieses Brevet sollten bis zum Jahre 1868, Jahr, in dem zum ersten Mal ein Examen dafür abgelegt wurde, noch drei weitere Grevenmacher Lehrpersonen erhalten. Wir werden später noch auf sie zurückkommen.

Nikolaus Clasen lebte nur für seine Schule und für seine Schüler. Als man ihm den Posten eines Professors an der 1818 geschaffenen Modellschule in Luxemburg anbot, lehnte er ab mit der Begründung, er wolle sich weiterhin unermüdlich für die Jugend seiner Adoptivvaterstadt einsetzen.

Von ihm wird berichtet, er habe beim großen Brand vom 18. November 1822, Brandkatastrophe, die in Grevenmacher 147 Wohnhäuser von etwa 340 bestehenden zerstörte, sein eigenes Wohnhaus in den Flammen aufgehen lassen, um zu helfen, das brennende Schulhaus zu retten. (Luxemburger Wochenblatt Nr. 47, 1822, sowie Philippe Knaff: „Geschichtliche Abhandlung über die Stadt und ehemalige Festung und Landrichterei Grevenmacher“ (1867), S. 104. Knaff bemerkt in einer Fußnote: „Herr Clasen war einer der hervorragendsten Lehrer, die je das Großherzogtum besaß.“)

DIE SCHULE VON NIKOLAUS CLASEN

war nicht nur Primär- und Volksschule, sondern ebenfalls Progymnasium und, besonders in den schweren Jahren von 1830-1840, die durch einen regelrechten

Verfall des Unterrichtes gekennzeichnet waren, zum Teil auch Normalschule. Nach Angaben von Dr. Auguste Neyen (1809-1882) in seiner „Biographie Luxembourgeoise“ (1860), gingen eine große Schar (über 100) bedeutende Männer aus ihr hervor, die in der Folgezeit landesweit bedeutende und führende Stellen in vielen Berufen einnehmen sollten. „On peut dire sans exagération que, de 1831-1845, Grevenmacher a été le centre de notre pays, sous le rapport de l’enseignement primaire“, schreibt Regierungsrat Louis Simmer (1889-1987) in seinem Werk: „Etude sur la formation du personnel de notre enseignement primaire depuis 1815“. (Dieses 1926 veröffentlichte Werk wurde lange Zeit als Standardwerk betrachtet.)

Bei Gelegenheit des Schulabschlussfestes von 1847 hielt der frühere Professor der Modellschule Luxemburg und damalige Direktor des Athenäums, der Geistliche Michel-Nicolas Müller (1793-1876), eine schmeichelhafte Lobrede, aus der wir nur drei Sätze zurückbehalten wollen: „Mais ce n’est pas seulement aux études supérieures et aux parages élevés de la société que votre école a préparé la jeunesse; elle rendu un service immense à la classe moyenne et aux enfants pauvres.“ (In Grevenmacher florierte besonders im (vor)letzten Jahrhundert das Handwerk. Wagner, Gerber, Weber, Kupferschmiede, Schuster… hatten im heimeligen Moselstädtchen ihre Zelte aufgeschlagen. Es gab jedoch auch viele Tagelöhner, die sich von Tag zu Tag ein oft karges Einkommen für ihre Familien sichern mussten.)

Müller bemerkt wieder: „Plus de 40 instituteurs y ont été formés; ils y ont appris, comme dans un atelier, non seulement la théorie, mais surtout la pratique des bonnes méthodes.“ Und abschließend meint er : « Messieurs, vous avez orné cette salle de guirlandes festivales : permettez-moi d’y ajouter une en imagination. Si tous les élèves formés dans cette école et qui sont disséminés aujourd’hui, pouvaient soudainement se réunir sur votre nouvelle esplanade (gemeint ist hier der neue Marktplatz, der nach der Feuersbrunst von 1822 eingerichtet wurde ; dort befand sich damals das Schulhaus, nachdem vorher wahrscheinlich u. a. in einem Hause in der Peter-Osburg-Straße, die damals noch „Schulhausgasse“ geheißen haben soll, unterrichtet worden war. Eine Studie über die verschiedenen Schulhäuser und Lehranstalten von Grevenmacher, die wir für später planen, dürfte Klarheit in dieser Sache bringen), en se donnant les mains, ils formeraient, comme autant de fleurons, autour de leur respectable instituteur, une couronne vivante, la plus belle que la Ville de Grevenmacher puisse ambitionner.“ (cit. Simmer).

Bereits zu Lebzeiten wurden Clasens Verdienste anerkannt. Im Jahre 1842 ernannte man ihn zum Ehreninspektor der Gemeinde Mertert. Im Jahre 1844 wurde ihm auf V orschlag des damaligen Schulinspektors des Kantons Grevenmacher vonseiten der Königlich-Großherzoglichen Unterrichtskommission eine öffentliche Ehrmeldung zugedacht. Darin hieß es: „Wie unermüdet und wie segensreich Sie seit langen Jahren in der Schule von

Grevenmacher wirken, ist bekannt. Die schönste Belohnung für Ihre mühevollen Leistungen finden Sie wohl in der Erkenntlichkeit Ihrer zahlreichen Schüler und in der Hochachtung Ihrer Mitbürger.“ Weiter wurde seine Schule als „Musterschule“ und er selbst als „ein Muster eines vortrefflichen Lehrers“ betitelt. („Luxemburger Schulbote“; Erster Jahrgang, Nr. 2, SS. 126-127).

Kurz vor seinem Tode, nämlich im Jahre 1849, wurde Classen zusammen mit seinem Kollegen Bernard aus Wiltz zum Ritter der Eichenlaubkrone ernannt, eine damals für Schullehrer äußerst seltene Auszeichnung. Die Stadt Grevenmacher organisierte daraufhin am 8. Juli 1849 ein wahres Volksfest für ihren Lehrer, an dem u. a. der Regierungsvertreter Norbert Metz (1811-1885), der Grevenmacher Bürgermeister Pierre Muller-Walse (Bürgermeister von 1849-1861), der Schulinspektor Dr. J. B. Knaff (1808-1882), (er war Doktor der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe sowie Pharmakologe. Er wirkte als praktischer Arzt, dann ab 1842 als Kantonalarzt. 1849, nachdem er „die Medizin verlassen hatte“, wurde er Schulinspektor für den Kanton Grevenmacher; zudem war er von 1869 (?) -1874 Bürgermeister der Moselmetropole), Notar Joseph Ritter (1796-1864), Mitglied der Abgeordnetenkammer, (er war Bürgermeister von Grevenmacher von 1861- 1863), Dechant Gaspar B(o)urg, Dechant in Grevenmacher von 1841-1866), teilnahmen. „Cette fête, qui s’est prolongée jusque vers minuit, et pendant laquelle la plus franche cordialité n’a cessé de régner, servira de cimenter d’avantage la bonne harmonie qui existe parmi les habitants de Grevenmacher et à relever l’instruction primaire de la dépréciation dans laquelle elle paraît être tombée lors des derniers événements politiques“, hieß es im „Schulboten“ von 1849. (S. 77).

Am 19. Januar 1850 wurde der bedeutende Nikolaus Clasen aus seinem geliebten Beruf herausgerissen. Die Stadt Grevenmacher und mit ihr der ganze Kanton trauerten um einen erstklassigen Pädagogen, einen Freund, einen Lehrer und Wohltäter, „der es nicht nur beim Leben in seiner Schule bewenden ließ, sondern der auch seiner ganzen Umgebung stets durch ein gutes Beispielvorleuchtete. (…) Man kann frei behaupten, dass seit Grevenmacher steht, alldort keine Beerdigung mehr mit solch allgemeiner Teilnahme stattgefunden“, lesen wir im Nachruf im „Schulboten“ von 1850. (SS. 50-54). Die Lehrer des Kantons schlossen sich dem Grevenmacher Bürgerverein an, um dem Verstorbenen ein Denkmal zu errichten. (Bei diesem Denkmal handelt es sich wohl um den einst imposanten, heute stark verwitterten Grabstein auf dem Grevenmacher Friedhof am Fuß des Kreuzerbergs.)

SEINE FAMILIE

Nikolaus Clasen hatte die aus dem benachbarten Herborn stammende Catharina Schmit geheiratet. Dieser Ehe entsprossen zwei Söhne, die ihren Eltern alle Ehre machten: Bernard Isidor Clasen, geboren am 20. März 1829 in

Grevenmacher, und Theophilus Antonius Clasen, geboren am 9. September 1830 in Grevenmacher, sowie eine Tochter, Mathilde Elisabeth Clasen, geboren am 3. August 1832, ebenfalls in Grevenmacher. Clasens Ehefrau, die um mehr als 20 Jahre jünger war als er, starb am 18. September 1834 in Grevenmacher im blühenden Alter von 29 Jahren.

Ein Wort noch zu Clasens beiden Söhnen: Der älteste Sohn, Bernard Isidor, wurde Geistlicher und war Religionsprofessor an der Normalschule in Luxemburg von 1854-1870. Am 24. Mai 1870 wurde er Dechant in der Abteistadt Echternach, wo er im Willibrordus-Bauverein das Restaurationswerk der Basilika förderte und ebenfalls großes Interesse für die Restaurierung des Echternacher „Dingstuhl“ zeigte. Am 24. Februar 1886 erhielt Bernard Isidor Clasen seine Ernennung zum Domherrn an der Kathedrale in Luxemburg. Er starb am 11. Januar 1902 in seinem geliebten Echternach. Es würde sich lohnen, einmal etwas näher auf diesen eminenten Mathematiker und auf die allgemein beliebte und geschätzte Persönlichkeit einzugehen. Sein Werk: „Die elementare Arithmetik in ihrer wissenschaftlichen Begründung und praktischen Anwendung” (1865) stieß weltweit auf große Anerkennung. Sein Bruder Anton wurde Advokat in Luxemburg und soll später Professor in Brüssel gewesen sein.

SEIN WERK

Dass Nikolaus Clasen ein hervorragender Pädagoge war, brauchen wir nicht mehr besonders zu betonen. Damals fehlte es an geeigneten Handbüchern für die Schule. Clasen arbeitete diese für die meisten Fächer der Primärschule aus. Deutsche und französische Lesebücher, u. a. „Der Leseschüler“ oder „Übungen im Lesen und Denken zur Begründung eines stufenmäßigen und fruchtbarenUnterrichts in der Muttersprache“, Luxemburg, 1840, eine deutsche Grammatik: „Theoretisch-praktische Anleitung zur Kenntniß der deutschen Sprache (in katechetischer Form)“ unter dem Motto: „Es bedarf nicht vieler Regeln, sondern vieler Beispiele“, 1833-1844, 4. Aufl. verschiedene Verlage,ein kleines Rechenbuch „Gründliche Darstellung des metrischen oder Dezimalsystems der Maßen und Gewichte samt der Rechnung der gewöhnlichen Fraktionen und Dezimalen“. Luxemburg, V erlag von Kuborn, und das „Elementarbüchlein zur Erlernung des Lesens und des Verstehens der französischen Sprache für Anfänger“, 4. Auflage, Luxemburg, J. Lamort, 1938, entstammen seiner Feder. Alle diese Schulbücher waren seinen Schülern gewidmet. „Alle seine Bücher verraten den gewandten Methodiker und den tief religiösen Erzieher, den das ganze Land in diesem Manne verehrte“, schreibtPaul Noesen (1891-1960). („Das publizistische Werk von Paul Noesen steht im Zeichen der Schulpädagogik“, vermerkt Claude D. Conter im „Luxemburger Autorenlexikon“.)

Dem Grevenmacher Oberlehrer Nikolaus Clasen verdanken wir weiter die ersten Ansätze zum Kindertheater in unserem Land. Im Büchlein: „Theater in Luxemburg“, das ein weiterer bedeutender Sohn der Stadt Grevenmacher, nämlich Abbé Joseph Hurt (1892-1962) geschrieben hat, lesen wir: „Im Jahre 1821 spielten am 25. Oktober in dem Städtchen Grevenmacher 12 Schulkinder aus besseren Familien ein französisches Stück ‚Le jardinier‘. Der damalige Lehrer Clasen (1783-1850) organisierte alljährlich mit den Kindern ein Schulfest, das weit über die Grenzen der Ortschaft Anklang und Bewunderung erregte. In dieser Zeit, wo sonst im Lande der Schulmeister dem Range nach sich nicht wesentlich vom Dorfhirten unterschied, blühte in Grevenmacher eine Schule, die eher als Progymnasium oder Normalschule bewertet werden konnte und dies dank des Lehrers Clasen, der zu den leuchtendsten Lehrergestalten des Landes gerechnet werden muss.“ (S. 96).

Und Paul Noesen schreibt in seiner „Geschichte der Luxemburger Jugendliteratur“: „Im Jahre 1843 wurde von der Schule des Herrn Clasen das Schauspiel: ‚Die beschämte Unverträglichkeit oder die kleinen Zigeunerinnen‘ bei Gelegenheit der öffentlichen Prüfung aufgeführt, wie wir aus den in dem Stück vorkommenden Liedern, die 1843 bei J. Lamort, Luxemburg, im Druck erschienen.“ (S. 80).

Mit einem weiteren Zitat von Paul Noesen möchten wir diese erste Folge aus der Schulgeschichte der Stadt Grevenmacher, eine Geschichte, in der zu blättern es der Mühe wert ist, abschließen: “So ragt die Gestalt des Lehrers Clasen nicht nur in die Schulgeschichte der Stadt Grevenmacher, sondern ebenso mächtig in die des ganzen Landes hinein.”

Auf dem neuen Grevenmacher Marktplatz wurde lange Zeit Schule gehalten. (Postkarte: Stadtarchiv Grevenmacher)

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Aus der Schulgeschichte der Stadt Grevenmacher

Bedeutende „pädagogische Köpfe“: Nikolaus Clasen (1783-1850), Anton Godart (1817- 1876) und Marie-Anne de Thierry (1808-1892)

Teil II veröffentlicht in „Die Warte“ vom 18. Dezember 1986.

Überarbeitet und ergänzt im November/Dezember 2017.

ANTON GODART (1817-1876): „EIN LEHRER DES GANZEN LANDES“

„Ein Schüler von Nikolaus Clasen war Anton Godart (1817-1876), erst Unterlehrer in seiner Heimatstadt, dann Reorganisator des Schulwesens der Hauptstadt und gleichzeitig ein Lehrer des ganzen Landes“, schreibt Paul Noesen im Beitrag: „Der Anteil Grevenmachers am geistigen Schaffen unserer Heimat.“ Damit wären Gestalt und Werk eines weiteren bedeutenden Sohnes des Moselstädtchens mit einem einzigen Satz umrissen. Es lohnt sich jedoch, etwas näher auf diesen Schulmann, dem das Luxemburger Schulwesen eine ganze Reihe von Schulbüchern verdankt, einzugehen.

SEIN LEBEN

Geboren wurde Anton Godart am 29. Oktober 1817 in Grevenmacher als Sohn der Eheleute Johannes Godart und Eva Bastian. Sein Vater, Johannes Godart, war „Karcher“, was soviel bedeutet, wie „Landfuhrmann“ oder „Kärrner“ Laut Luxemburger Wörterbuch.

Herangebildet wurde Godart an der vortrefflichen Schule des bedeutenden Grevenmacher Lehrers Nikolaus Clasen. Dieser war dem jungen, wissbegierigen Studenten Vorbild und väterlicher Freund. Godart kam alsdann für kurze Zeit nach Trier zu einem Verwandten, der Professor am Gymnasium der Römerstadt war und der ihm Privatunterricht in verschiedenen Fächern erteilte. In Trier nahm der musikalisch begabte junge Mann ebenfalls Musikunterricht und lernte u. a. das Orgelspielen. Später sollte ihm das Musizieren zum Vorteil gereichen. Ende der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab er die erste Auflage seiner „Theoretisch-praktischen Gesangschule“ heraus.

Zurück in seiner Heimatstadt Grevenmacher, wirkte der junge Godart zuerst neun Jahre lang, von 1835-1844, an der Schule von Clasen. Er erwarb 1839 ein Lehrerbrevet 3. Ranges. In dieser Zeit soll es nach Neyen zu Reibereien zwischen Godart und den Grevenmacher Gemeindeautoritäten gekommen sein. Bürgermeister des Moselstädtchens war damals Charles Hess (von September 1833 bis November 1843).

Anfang der 40er Jahre, und nach dem Gesetz von 1843 über den Primärschulunterricht, wollt die Stadt Luxemburg ihr Primärschulwesen neu gestalten. Godart, der sich eigentlich voll und ganz der Schuljugend seiner Heimatstadt widmen wollte, wie sein Vorbild, Nikolaus Clasen, nahm

schließlich doch das Angebot der Stadt Luxemburg an und lehrte ab 1844 dort im sogenannten Obergrad. Clasen kam von Luxemburg nach Grevenmacher, Godart sollte demnach den umgekehrten Weg gehen.

1845 erwarb der talentierte junge Mann ein Brevet 2. Ranges, 1847 wurde Anton Godart zum Ehrenprofessor für die Sommerkurse an der Normalschule ernannt. Im selben Jahr sagte der Direktor des Athenäums, Michel-Nikolaus Müller, in seiner Rede bei Gelegenheit der Schulabschlussfeier zu den Grevenmacher Autoritäten: „Un des plus intelligents, des plus pratiques comme des plus zélés instituteurs primaires de Luxembourg (…) nous vous l’avons enlevé.“ (cit. Simmer).

1852 sprach die Unterrichtskommission den beiden Lehrern Anton Godart aus Luxemburg und Nikolaus Post (1807-1881) aus Mersch ein Brevet 1. Ranges für ihre Verdienste im Unterrichtswesen und für ihr gutes Resultat beim Wettbewerb zwischen den Lehrern 2. Ranges (1845) zu. Kurze Zeit später wurde Godart zum Direktor der neu gegründeten Knaben-Oberprimärschule ernannt. Zugleich wurde er Hauptlehrer (Oberlehrer) und zudem auch noch Inspektor an den Untergraden der Schulen der Stadt Luxemburg.

Im Jahre 1860 wollte König-Großherzog Wilhelm III. die Verdienste von Anton Godart anerkennen und verlieh ihm, genau wie seinem Lehrer Clasen, das Ritterkreuz des Ordens der Eichenlaubkrone. Wir betonen nochmals, dass diese hohe Auszeichnung damals für Schullehrer eine außergewöhnliche war.

„Mais une médaille, quelque brillante qu’elle soit, même si elle est du plus pur métal, peut parfois finir par ne plus plaire“, schreibt Neyen in seiner Biographie. In der Tat, nur fünf Jahre später, im Jahre 1865, entschloss Godart sich, aus dem Lehrfach auszutreten. „Intrigen zwangen ihn dazu“, heißt es bei Michel Molitor. Welcher Art diese Intrigen waren, konnten wir leider nirgends herausfinden. Fest steht, dass Anton Godart, der außergewöhnlich viel für die Schulen der Stadt und des Landes geleistet hatte, keine Pension bekommen sollte.

Es war dies jedoch nicht das Ende der Karriere von Anton Godart. In den Jahren 1870/71 ersetzte er den erkrankten Professor Theodor Görens (Goerens; 1817- 1871; mit ihm zusammen gab Godart u. a. im Jahre 1851 das „Zweites Lesebuch für die Primärschulen des Großherzogtums Luxemburg“ heraus) und erteilte Kurse in deutscher Sprache.

Zudem war Godart im Jahre 1868 mit großer Mehrheit in den Gemeinderat der Stadt Luxemburg gewählt worden, wohl ein Beweis dafür, wie sehr die Einwohner der Hauptstadt sein Können und seinen Einsatz zu schätzen und ihm zu danken wussten. Dieses Mandat übte er bis zu seinem Tode aus.

Darüber hinaus setzte Anton Godart sich zuerst als Mitglied und später als Präsident der Vinzenzkonferenz aktiv für die Armen und Notleidenden der Stadt Luxemburg ein.
Anton Godart starb am 13. Dezember 1876 in Luxemburg. Eine Straße in Bonneweg und eine ganze Reihe von Schulbüchern in unserer Nationalbibliothek erinnern noch heute an den hervorragenden Pädagogen und „Lehrer des ganzen Landes“.

SEIN WERK

Dass Anton Godart allein auf pädagogischem Gebiet viel für die Schulen des Großherzogtums leistete, braucht man wohl nicht mehr zu betonen. Bleibt ein Blick auf die „schriftstellerische Tätigkeit“ dieses bedeutenden Lehrers zu werfen. „Er setzte das Werk seines Lehrers Clasen fort, indem er entweder allein oder mit anderen – es waren dies u. a. der bereits zitierte Professor Theodor Görens, sowie Professor Hyacinthe Schaack (1831-1915) – Handbücher für unsere Primärschulen schuf, die während mehr als einem halben Jahrhundert das Feld behaupteten und für den Fleiß und dasmethodische Können ihres Verfassers Zeugnis ablegten“, schreibt Paul Noesen im bereits zitierten Beitrag „Der Anteil Grevenmachers am geistigen Schaffen unserer Heimat.“

Es würde zu weit führen, die unzähligen Schulbücher, die Anton Godart herausgab und die meistens in mehreren Auflagen erschienen, alle hier aufzuzählen, deshalb beschränken wir uns auf einige Werke:

– Im Jahre 1845 erschien bei J. P. Kuborn in Luxemburg das Rechenbuch:

„Anfangsgründe der Arithmetik für niedere und höhere Primärschulen.“
– 1847 kam bei V. Bück in Luxemburg das „Rechenbuch für höhere

Primärschulen, niedere Gewerbs- und Handwerkerschulen“ heraus.
– 1849 war es das Büchlein: „Erstes Lesebuch für die Primärschulen“, das bei V. Bück in Luxemburg erschien. Zusammen mit Theodor Görens veröffentlichte Anton Godart bereits zwei Jahre später, nämlich 1851, das Buch: „Zweites Lesebuch für die Primärschulen des Großherzogtums Luxemburg“. Schließlich war es im Jahre 1860 das Büchlein:

„Theoretisch-praktische Gesangschule, nebst einer Auswahl von Liedern, zunächst für die Primärschulen des Großherzogtums Luxemburg“, das bei Victor Bück erschien.

(Hinzugefügt sei an dieser Stelle, dass Godart von 1850-1866 Dirigent des Kathedralchores „Maîtrise“ war.)
Zudem war Anton Godart Mitarbeiter bei der Zeitschrift: „Der Luxemburger Schulbote, eine Zeitschrift zunächst für die Schullehrer des Großherzogtums bestimmt“, die ab 1844 herauskam; er lieferte ebenfalls eine bedeutende Anzahl von Beiträgen für das 1848 gegründete „Luxemburger Wort“.

MARIE-ANNE DE THIERRY (1808-1892) UND DIE GREVENMACHER MÄDCHENSCHULE

Eine weitere bedeutende Schülerin und Nachfolgerin von Nikolaus Clasen, die sowohl ihrem früheren Lehrer als auch ihrer Heimatstadt Ehre machen sollte, war die Lehrerin Marie-Anne de Thierry, an manchen Stellen auch Anne-Marie de Thierry geheißen.

IHR LEBEN UND WERK

Marie-Anne de Thierry wurde am 29. Februar 1808 in Grevenmacher als Tochter von Gérard de Thierry und Anne-Marie Beving geboren. Die Familie de Thierry, die wahrscheinlich aus Frankreich stammte und nach Neyen am 3. Juni 1712 in den Adelsstand erhoben wurde (nach Ries erst nach dem Besuch Napoleons in Grevenmacher, im Jahre 1804), war eine der bedeutendsten und vornehmsten adeligen Familien Grevenmachers, die beträchtliche Güter besaß. Ihre Wohnung stand dort, wo sich heute der Marktplatz befindet, und wurde 1837 von der Gemeinde gekauft.

Der Großvater von Marie-Anne de Thierry, Ferdinand de Thierry, war Bürgermeister von Grevenmacher zur Zeit der französischen Revolution und des Kaiserreiches. In drei Sachen sind sich die Geschichtsschreiber allerdings nicht einig, was die Familie de Thierry betrifft: Es handelt sich dabei zuerst um den richtigen Namen des zitierten Bürgermeisters von Grevenmacher: Hieß er nun Ferdinand oder Heinrich mit Vornamen? Letzteren gibt Dr. Prosper Kayser in der „Familienchronik der Stadt Grevenmacher“ (2002 + 2017) an. Umstritten ist ebenfalls die Dauer seiner Amtszeit. War er Bürgermeister von 1794-1807, wie Nicolas Ries angibt – de Thierry soll jedoch bereits 1805 gestorben sein – oder war er es nur von 1803-1805, wie wir in der Aufstellung in „Grevenmacher, la Bonne Ville“ (S. 242) lesen können? Oder gab es etwa zwei verschiedene Bürgermeister, die den Familiennamen de Thierry trugen, kurz vor und kurz nach 1800? Wie dem auch sei, es soll Bürgermeister Ferdinand de Thierry gewesen sein, der, zusammen mit seinem Adjunkten (nach J. Engling) und den Notabilitäten der Stadt, am 9. Oktober 1804 Kaiser Napoleon in Grevenmacher empfing. Dieser Besuch sowie der Empfang sind mehrfach dokumentiert.

Die beiden Brüder von Marie-Anne de Thierry waren Leutnant-Colonel Ferdinand Nikolaus de Thierry (1812-1870), der es in der belgischen Feldartillerie bis zum Oberstleutnant brachte und dem 10 verschiedene Orden verliehen wurden, und Johann-Nikolaus de Thierry (1814-1894), der es bis zum Provinzialdirektor der Steuer- und Zollverwaltung in Belgien brachte.

Die Mädchenschule, die unter der Obhut von Marie-Anne de Thierry stand, bis 1854/55 Gemeindeschule, danach Privatschule, genoss den Ruf eines kleinen Lyzeums und einer kleinen Normalschule. Im Jahre 1847 widmete der Direktor

des Athenäums, Michel-Nikolaus Müller, ihr folgendes Lob: „Messieurs, l’école de vos filles est le digne pendant de celle de vos garçons. Vous avez tous les avantages d’un pensionnat de filles, sans en éprouver les inconvénients et les dépenses. Sous le rapport d’une éducation laborieuse, modeste, religieuse et morale, votre école ne cède en rien à celle de Ste-Sophie; sous le rapport del’enseignement elle lui est peut-être supérieure. » (cit. Simmer). Mehr denn einmal sollte in der Folgezeit der Lehrerin Marie-Anne de Thierry eine vortreffliche Führung dieser Schule bescheinigt werden.

Im Jahre 1850 wurde das Brevet ohne Rang der „Oberlehrerin der Grevenmacher Mädchenschule“ durch Beschluss der Unterrichtskommission zu einem Brevet ersten Ranges erklärt, „in Erwägung langer und ausgezeichneter Dienste.“ Zusammen mit Marguerite Defer-Philippe war Marie-Anne de Thierry bis 1867 eine der beiden einzigen Lehrerinnen des Großherzogtums, denen ein Brevet ersten Ranges zuerkannt worden war.

Marie-Anne de Thierry starb am 24. April 1892 in Grevenmacher. Begraben liegt sie auf dem Grevenmacher Friedhof.

WEITERE BEDEUTENDE LEHRPERSONEN DES MOSELSTÄDTCHENS

Nach dem Tode von Nikolaus Clasen wurde ein Mann namens Johann Schon Oberlehrer in Grevenmacher. Über ihn wissen wir leider sehr wenig, außer dass auch ihm im Jahre 1867 ein Brevet ersten Ranges zuerkannt wurde. Damit „glänzte“ die Grevenmacher Lehrerschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Zählen wir das Brevet von Godart hinzu, so waren es gleich vier Diplome ersten Ranges, die ihr für ausgezeichnete Dienste an der Jugend Grevenmachers und darüber hinaus am Schulwesen des ganzen Landes zuerkannt wurden. Erinnern wir zudem nochmals daran, dass zwei Grevenmacher Lehrer, nämlich Godart und Clasen, mit dem Ritterkreuz des königlich-großherzoglichen Ordens der Eichenlaubkrone ausgezeichnet wurden.

Über den späteren Staatsarchitekten Peter-Anton Kemp (1841-1895), der in den sechziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts eine Zeitlang als Zeichenlehrer an der Grevenmacher Oberprimärschule tätig war, kommen wir zum Hauptlehrer Anton Wagner (1844-1866), dessen Gedächtnis Ende 1986 in Grevenmacher besonders begangen wird (wurde), ist (war) es doch das 100. Todesjahr des bedeutenden Lehrers, Pädagogen und Folkloristen.

„VATER DER MOSELLÄNDISCHEN VOLKSKUNDE“

Geboren wurde Anton Wagner am 15. Dezember 1844 im schmucken Berburg, im Hause Nummer 10 „um Bierg“ als ältester Sohn des Leinewebers Mathias Wgner und dessen Gattin Catharina George.

Nach Absolvierung der Normalschule unterrichtete er, der den Lehrerberuf ergriffen hatte, von 1865 bis 1869 in Junglinster, bevor er in das Moselstädtchen umzog. Hier sollte er fortan leben, lehren, sich schriftstellerisch betätigen, in verschiedenen Vereinen aktiv sein und im Alter von nur 42 Jahren sterben. Grevenmacher war dem Familienvater, Lehrer, Pädagogen und Schriftsteller Anton Wagner zur zweiten Heimat geworden.

Das Luxemburger Schulwesen verdankt ihm, genau wie seinen beiden Vorgängern Nikolaus Clasen und Anton Godart, eine Reihe von Schulbüchern; zählen wir deren nur drei davon auf:

  • –  eine „Deutsche Grammatik, zunächst für die luxemburger Schuljugend in den Oberprimärschulen, Pensionaten und höheren Lehranstalten, nebst einem Fremdwörterbuch als Anhang“, Luxemburg P. Brück, 1880/1885.
  • –  ein „Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache, zunächst für die luxemburger Schulen“. Luxemburg, Verlag von N. Breisdorff, 1883, Buchdruckerei der Obermoselzeitung, Grevenmacher.
  • –  eine „Geographie für die luxemburger Schulen, nebst einem Verzeichnis der Ortschaften unseres Landes und der wichtigsten Städte der übrigen Länder.“ Luxemburg, Verlag von N. Breisdorff, 1884. Buchdruckerei J. Eßlen, Grevenmacher.Die Stadt Grevenmacher jedoch, und mit ihr die Luxemburger Volkskunde, verdankt Anton Wagner „ein ungemein wertvolles Buch, das für spätere Schriftsteller zu einer unerschöpflichen Fundgrube wurde.“ (Paul Noesen). Im Jahre 1885 kam nämlich im Grevenmacher Verlag Joseph Eßlen das Büchlein: „Alterthümliche Merkwürdigkeiten der Stadt Grevenmacher“ heraus. Es ist, wie Wagner selbst im Untertitel schreibt, „eine Sammlung von Sagen und Märchen, Sitten und Gebräuchen, Volksmeinungen, Liedern, Sprüchen und Spielen“, die „X. Mosellanus“ seinen Mitbürgern widmete; wohl, weil er sich des Wertes dessen, was man allgemein als Volksgut bezeichnet, bewusst war und eben dieses Volksgut nicht verlorengehen lassen wollte…
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    Wenn die Stadt Grevenmacher Ende 1986 auf Bestreben ihrer Kulturkommission den „Vater der moselländischen Volkskunde“ und mit ihm zusammen einige bedeutende „pädagogische Köpfe“, die sie aufzuweisen hat, mit einer Ausstellung und einem Vortrag zum Thema: „Zu Maacher virun 100 Joer … vu Leit a Liewen“, ehrt, so trägt sie damit einem Rat von Professor Joseph Hess (1889-1973) Rechnung, der im Jahre 1919 in seinem Vorwort zur „Luxemburger Volkskunde“ schrieb:

    „Es gilt zu retten, was noch zu retten ist. So rasch vollzieht sich der materielle Aufstieg unserer Zeit, dass wir Gefahr laufen, von den Wurzeln unseres Daseins abgeschnitten zu werden, und haltlos, ohne das beruhigende Gefühl der

Verbundenheit mit dem mütterlichen Heimatboden und mit unseren Vorvätern, nur unserer Zeit zu leben. Zurückschauen heißt aber nicht zurückschreiten. Wer, mit der Vergangenheit verwachsen, seines Weges dahinzieht, strauchelt nicht so leicht wie einer, der ‚von der Hecke gepflückt‘ ein Zufallsleben führt.“

QUELLENANGABE:

  •   Dr. Auguste Neyen: Biographie Luxembourgeoise. Histoire des hommes distingués originaires de ce pays. Luxembourg, Bruck 1860.
  •   Louis Simmer: Etude sur la formation du personnel enseignant de notre enseignement primaire depuis 1815. Luxembourg, Beffort 1926.
  •   Michel Molitor: Der luxemburgische Lehrer in seiner schriftstellerischen Betätigung von 1815-1830. Luxemburger Lehrerverband, Bourg-Bourger 1931.
  •   Paul Noesen: Geschichte der Luxemburger Jugendliteratur. L.K.A. Sankt-Paulus- Druckerei 1951.
  •   Jos. Hurt: Theater in Luxemburg, 1. Teil. Eine Studie. Luxemburg, Friny Gilson, Jong-Hemecht, Gustave Soupert 1938.
  •   Dr. P. J. Muller: Tatsachen aus der Geschichte des Luxemburger Landes. 4. erweiterte Auflage, Luxemburg, 1968.
  •   Karl Arendt: Porträtgalerie hervorragender Persönlichkeiten aus der Geschichte des Luxemburger Landes, mit biographischen Notizen, Neuauflage 1972, Verlag Edouard Kutter, Druck: Sankt-Paulus-Druckerei.
  •   Verschiedene Jahrgänge von „Der Luxemburger Schulbote“. Eine Zeitschrift, zunächst für die Schullehrer des Großherzogtums bestimmt.
  •   Philippe Knaff: Geschichtliche Abhandlung über die Stadt und ehemalige Festung und Landrichterei Grevenmacher, Luxemburg. Druck und Verlag von Gebrüder Heintze. 1867.
  •   Paul Noesen: Der Anteil Grevenmachers am geistigen Schaffen unserer Heimat, in: Grevenmacher, 1252-1852, La Bonne Ville S. 209-227.
  •   Vic Kalmes: Vom Tagelöhnerkittel zum Gehrock. 36. Folge in „Ecole et Vie“, Syndicat National des Enseignants, 6/86.
  •   Stadtarchiv Grevenmacher.(Foto: Archiv Jean Welter)

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