Freiheitsbrief

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„An d’Gemengenarchive geluusst“ (I – 5/2012)

Als Grevenmacher 700 Jahre Freiheitsbrief feierte (1952)

Vor 760 Jahren, im Jahre 1252, wohl am 29. Juni, überreichte der Luxemburger Graf Heinrich V. („der Blonde“) Grevenmacher („Machern“) den Freiheitsbrief. Dies ist zweifellos eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte unseres Moselstädtchens.

Vor zehn Jahren feierten wir mit dem grandiosen Musikspektakel „Maacher Fräiheet 2002“ 750 Jahre Freiheitsbrief. Dieses Fest lebte Anfang Juni 2012 im „Stued Theater“ wieder auf.
Vor 60 Jahren wurde jene hochkarätige 700-Jahrfeier in Grevenmacher begangen, die landesweit auf Beachtung stieß.

„Andenken an die 700-Jahrfeier von Grevenmacher“, lautet der Titel jener äußert wertvollen Dokumentation aus den Grevenmacher Gemeindearchiven, die vom Lokalhistoriker Jos. Hurt (1892-1962) zusammengestellt wurde. Eingeleitet wird das historische Dokument mit einer aussagekräftigen Zeichnung des Luxemburger Malers Lé Tanson (1914-1999) – es ist nicht das einzige Vermächtnis, das er Grevenmacher hinterlassen hat.

In Bild und Text geht es im herrlichen Album um die Freiheitsurkunde, um die Gedenktafel am (alten) Stadthaus, um die historische Ausstellung im Stadthaus, um den folkloristischen Umzug vor dem Festspiel und selbstverständlich um das gelungene Festspiel. Damals, wie auch 2002, fand das Hauptereignis im Beisein des großherzoglichen Paares statt, nämlich Großherzogin Charlotte und Prinz Félix (1952), Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa (2002).

Auch die Bedeutung solcher Freiheitsbriefe – Echternach erhielt diese Urkunde im Jahre 1236, Luxemburg im Jahre 1244, beide Briefe wurden von Gräfin Ermesinde, der Mutter Heinrichs des Blonden, überreicht – sowie die bewegte und bewegende Geschichte Grevenmachers werden im Album dokumentiert. Abschließend sei die Einstimmung zum Festtag von 1952 zitiert:

„Es liegt ein Städtlein im Moselland, / Von vielen geliebt, von vielen gekannt;/ Umgeben von Reben im Blütenduft, / Und herrlichem Wald mit würziger Luft. // Da rauscht Mosella ihr silbernes Lied, / Ein Lied von uraltem Gemüt, / Das Widerhall weckt in des Volkes Brust, / In Arbeit und Frohsinn und Sangeslust.“

Dem ist auch heute noch nichts hinzuzufügen. Monique Hermes

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