Der Brand vom 18. November 1822 in Grevenmacher

Eine Kurzfassung der Darstellung von Joseph Hurt (1956)

Eines der Ereignisse, welche die Geschichte des Moselstädtchens Grevenmacher nachhaltig geprägt haben, ist zweifellos der Brand von 1822, in die Annalen eingegangen als „de grousse Brand“. In der Tat verbrannten damals am 18. November insgesamt 147 Wohnhäuser – von 341 vorhandenen – sowie etwa 80 Stallungen und 39 Scheunen mit allen Vorräten.

In Jahre 1956 hat der Feuerwehrkorps der Stadt Grevenmacher in der damaligen „Imprimerie de l’Est S.A.“ in Grevenmacher ein 56 Seiten starkes Büchlein herausgegeben mit dem Titel „Stadt Grevenmacher – Der Brand von 1822 – Nach zeitgenössischen Dokumenten dargestellt von Joseph Hurt“. Das Werk, von dem es nur noch wenige Exemplare gibt, enthält zudem eine von Pierre Hochweiler zusammengestellte ausführliche „Chronik des Feuerwehrkorps von Grevenmacher“, die z.T. im „Livre d’Or“, das 1977 bei Gelegenheit des 150. Wiegenfestes der Grevenmacher Freiwilligen Feuerwehr herauskam, nachgelesen werden kann.

Weil die Darstellung des „großen Brandes“ zum Ersten äußerst interessant ist und zum Zweiten zahlreiche Einzelheiten betreffend das damalige Grevenmacher enthält, hat die Arbeitsgruppe „Livre d’Or“ – „175 Jahre Grevenmacher Feuerwehr“ beschlossen, eine kommentierte Kurzfassung dieser Darstellung in besagtem Werk zu veröffentlichen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Kurzfassung bei zahlreichen Mitbürgern auf reges Interesse stoßen wird.

„Aus der 1000-jährigen Elendsgeschichte unserer Moselstadt“

Der Lokalhistoriker Joseph Hurt leitet den Brand von Grevenmacher ein mit einem Kapitel „aus der tausendjährigen Elendsgeschichte unserer Moselstadt“.

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„Gelegentlich der unvergesslichen Jahrhundertfeier (1252-1952) der Befreiung unserer Stadt Grevenmacher hatte mancher Besucher der Ausstellung sich darüber gewundert, dass die Stadt selbst so wenige Archive ihrer alten Geschichte besitzt. Aber wer die Geschicke unserer Moselstadt auch nur ein wenig kennt, der weiß, dass die wiederholten Brände alle öffentlichen und privaten Archive vernichtet haben“, heißt es.

Alsdann wird der Weg der Vorfahren durch die Jahrhunderte aufgezeichnet als ein Weg, der „mit Feuer, Blut und Tod bezeichnet“ ist und auf welchem „wie grausige Meilensteine immer wieder dieselben Plagen hervorragen: Krieg, Hunger und Pest – Pest, Hunger und Krieg.“ – „Aber es muss ein hartes und zähes Geschlecht gewesen sein, das in den engen Festungsmauern wohnte, dass es nach jeder Zerstörung und nach jedem Brande insgesamt sollen es deren sechs in knapp 150 Jahren gewesen sein -, immer wieder von Neuem sich aufraffte und aufbaute“, bemerkt der Autor.

Vorkehrungen in Sachen Brand

Auch das zweite Kapitel mit dem Titel „Der Brand vom 18. November 1822“ handelt vorerst nicht um den Brand an sich, sondern um eine gewisse Erfahrung, die der Stadtmagistrat von Grevenmacher im Laufe der Jahrhunderte in Brandsachen gemacht hatte und um Verordnungen, die getroffen worden waren. „Eine empfindliche Strafe traf den, bei dem aus nachweisbarem Verschulden ein Brand ausgebrochen war. (…) Es war verboten, innerhalb der Stadtmauern ein Schwein zu sengen. Jeden Abend verkündete der Stadtwächter vom Turme herab:

Gebt Acht auf Feuer und Licht, dass niemand ein Schaden geschicht!

Jede Nacht durchzog die Wache die Straßen, um ausbrechendes Feuer festzustellen und dasselbe zur Zeit zu meistern.“
Joseph Hurt weist alsdann darauf hin, dass bereits vorher jeder Neubürger, der in die Stadt aufgenommen wurde, auf das „Heiltum der Stadt“ – dabei handelt es sich um die noch heute in der Pfarrkirche verehrte Kreuzreliquie – den Bürgereid ablegen und dabei einen ledernen Feuereimer stellen musste. Hinzu kam ab 1795 das Entrichten von 30 Reichstalern und das Spenden eines ledernen Eimers.

„Innerhalb der engen Festungsmauern waren die Häuser aneinander gedrückt und oft ineinander geschachtelt. Fast alle waren mit Stroh gedeckt und das einmal ausgebrochene Feuer musste innerhalb kürzester Zeit zu einem Lauffeuer werden, das viel rascher von Haus zu Haus übersprang, als die Menschen mit ihren primitiven Löschmitteln wehren konnten,“ liest man auf Seite 8.

Alsdann geht es um das Marktbächlein, das bei Feuer durch sogenannte „Schützelen“ an den Brandort geleitet wurde. „Es kam vom Überlauf des ‚Kundels’ und spendete das Wasser, das man in der Stadt brauchte, besonders zum Löschen des Feuers. Der ‚Kundel’ war der einzige öffentliche Waschbrunnen im Innern der Stadt. Noch nach 1900 lief das Bächlein offen und munter die Großgasse hinab.“

Und warum wurde der heilige Laurentius zum Stadtpatron Grevenmachers? Nicht etwa aus frommen Erwägungen heraus, sondern weil die Not „unsere Väter“ zu dieser Wahl gezwungen hat. „Die so oft durch Feuer und Brand heimgesuchte Stadt wählte den Feuer- und Brandpatron zu ihrem Schützer. Und der ist er bis heute geblieben. Wegen seiner Feuermarter wurde der römische Diakon schon früh angerufen in Feuers- und Brandnöten. (…) Das frühere Laurentiusfenster unserer Pfarrkirche hatte für den, der die Geschichte unserer Heimatstadt auch nur einigermaßen kannte, eine tiefe Bedeutung: mit Rost und Palme in den Händen stand er in Feuerflammen und unter ihm loderte das alte Machern in Brand auf.“

Grevenmacher im Jahr 1822

Im nächsten Kapitel geht es um das Jahr 1822 in Grevenmacher. Es herrschte „ein ziemlicher Wohlstand. Die Ortschaft zählte etwa 2000 Einwohner in 341 Häusern. Bürgermeister war Pierre Muller (1822), Friedensrichter Johann Peter Beving (1802-1822) und Dechant Johann Michel Glaud (1818-1841). (…)

Die Stadt war keine Festung mehr, die Festungswerke waren schon in den spanisch-französischen Kriegen 1647 und 1688 fast vollständig niedergelegt worden, (…). Aber Teile der alten Ringmauern standen noch, an welche die Häuser an- und eingebaut waren. Diese Häuser, klein und ineinander geschachtelt, hatten fast alle Strohdächer. Die Straßen waren eng, ein Dach lag am andern. Zu einer gewaltigen Feuersbrunst bedurfte es nur eines zündenden Funkens und eines starken Windes. Beides fand sich zusammen an jenem unglücklichen 18. November.“

Damit wären wir also beim „Hauptereignis“, dem großen Brand vom 18. November 1822.

Es war, wie bekannt, am 18. November, als das Unheil über das Moselstädtchen hereinbrach. „ (…), an jenem 18. November selbst feierte das Land Luxemburg den Geburtstag der Königin Wilhelmine von Holland und Großherzogin von Luxemburg. In Grevenmacher war dazu an dem Montag eben Jahrmarkt; viele Fremde, Verkäufer und Käufer waren in der Stadt. Und es wäre für alle ein schöner Tag geworden.“

Hurt weist, um die Brandursache zu erklären, zuerst auf die unbeliebten Steuern hin, die damals zu entrichten waren: „die Mahlsteuer, die Herdsteuer, die Fenstersteuer, die Schlachtsteuer u.a. An ihnen suchte man sich soweit als möglich ungeschoren vorbeizudrücken: man mahlte und man schlachteteheimlich. Und das wurde der Ortschaft zum Verhängnis.“

Dann geht es recht ausführlich um den eigentlichen Brandstifter. „Im Turm der früheren Ringmauer, am Diedenhofener Tor, in Nr. 139, der Ecke Diedenhofenerstraße und der Syrgasse wohnte ein Mann, Georg Waldbillig, von den Leuten ‚Daddermetz’ genannt. Er beschäftigte sich damit, dasselbstgesponnene Leinen der Leute an der Mosel in langen weißen Streifen zu bleichen. Dieser hatte am Vorabend des 18. November 1822 heimlich zu Hause ein Schwein geschlachtet und gesengt.

In dem übriggebliebenen Stroh, das in seinem Schuppen lag, müssen wohl noch einige glimmende Feuerfunken gewesen sein. Da ein starker Wind in jenen Tagen blies, wurden die Funken zur Flamme angefacht und steckten das Strohdach des Hauses in Brand. Der starke Südwind übertrug das Feuer auf das etwas aufwärts auf der anderen Seite gelegene Haus Gelhausen („Bootzhaus“), es pflanzte sich durch die Syr- und Poststraße weiter und hatte im Nu die ganze Stadt ergriffen. Gegen 1 Uhr mittags war es in dem ersten Hause ausgebrochen, in einer Viertelstunde hatte es sich schon mächtig ausgebreitet und nach kaum einer Stunde brannte die ganze Stadt lichterloh von einem Ende zum andern.“

Hurt beschreibt nun ausführlich die Bestürzung, die in der Stadt herrschte, wo zuerst jedermann darauf bedacht war, sein Eigentum zu retten, bevor man an das allgemeine Wohl dachte.

„Allein was war zu tun – Grevenmacher besaß nur eine Spritze? Man schleppte wohl Wasser herbei, man löschte auch so gut wie möglich, aber des Feuers konnte man nicht Herr werden.“

Die wichtige Rolle der Stadt Trier beim großen Brand

Alsdann geht es um die Benachrichtigung und das sofortige Eingreifen der Stadt Trier. „Reichlich spät benachrichtigte Grevenmacher die Stadt Trier. Der abgeschickte Gendarm, der den Hilferuf dorthin brachte, kam erst nach sieben Uhr an, als schon ein gutes Drittel von Grevenmacher eingeäschert war. Die erbetene Hilfe kam rasch mit zwei Feuerspritzen, den notwendigen Gerätschaften und Wassereimern. Auch die Igeler schlossen sich mit ihrer Feuerspritze an und eine zahlreiche Hilfsmannschaft eilte herbei. Da das Feuer immer weiter um sich griff, immer neue Häuser erfasste, wurde am Abend, um 10 Uhr, ein zweiter Gendarm um weitere Hilfe nach Trier gesandt, worauf sofort ein beträchtlicher Transport von ledernen Brandeimern nebst einigen Schornsteinfegern und Schieferdeckern nach der Brandstätte abging. Bereits vor 11 Uhr waren sie an Ort und Stelle, eine fast ans Unglaubliche grenzende Leistung. Mit erneuter Kraft suchte man zu löschen und zu retten; endlich, am Morgen des 19. November, gegen 4 Uhr, war den Flammen Einhalt geboten.“

Man bemerke die Präzision, mit welcher dieser Tag des Schreckens und des Jammers geschildert wird! Wohl jeder wird verstehen, dass es schrecklich in Grevenmacher ausgesehen haben muss, wie aus diesem einen Satz hervorgeht: „Die Schilderung, die der zweite, nach Trier um Hilfe entsandte Gendarm von dem Unglück machte und von dem bedauernswerten Zustand seiner Mitbürger war schrecklich.“

Der Trierer Oberbürgermeister Haw tritt nun ins Rampenlicht. Aus dem Bericht geht deutlich hervor, wie viel er und andere verdienstvolle Trierer Bürger sich an diesem 18. November und in den darauf folgenden Tagen für Grevenmacher eingesetzt haben müssen. Sowohl die Stadtverwaltung als auch der damalige niederländische Gouverneur von Luxemburg, Staatsrat Willmar, richteten denn auch ehrenvolle Dankschreiben an den Oberbürgermeister von Trier.

Besondere Schäden, die das Feuer angerichtet hatte

Interessant ist es, an dieser Stelle verschiedene Schäden aufzulisten, die der verheerende Brand angerichtet hatte. So hatte die Feuersbrunst auch auf die Dekanatskirche übergegriffen, wo der Turm in hellen Flammen stand, der Hahn abgebrannt und alle Glocken geschmolzen waren. Als der Brand auf die Kirche selbst überzugreifen drohte, soll ein Mann aus Machtum auf das Dach gestiegen sein und in Lebensgefahr das Gotteshaus vor dem Brand gerettet haben.

Das Gleiche wird vom Spital in der Triererstraße berichtet. (Dabei handelt es sich um das Peter-von-Osburg-Haus.) Auch hier hatte der Turm der Kapelle gleich zweimal Feuer gefangen. Und auch hier soll ein wagemutiger Zimmermann (namens Nikolaus Steffen) den Turm, die Kapelle, das Spital und die anliegenden Häuser gerettet haben.

Als man dem Lehrer Nikolaus Clasen – „eine der hervorragendsten Lehrergestalten des Landes“, Vater des Dechanten und Domkapitulars Isidor Bernard Clasen aus Echternach – meldete, dass das Schulhaus in Gefahr sei – es handelte sich wohl um das Schulhaus, das auf dem heutigen Marktplatz stand -, „überließ dieser sein eigenes, in Flammen stehendes Wohnhaus dem Feuer und rettete die Schule.“

Noch viele mutige Taten von Grevenmacher Bürgern und von Helfern aus anderen Ortschaften sind im Büchlein von Joseph Hurt aufgelistet. Es würde allerdings den Rahmen dieses Beitrags sprengen, alle Taten und alle Namen aufzuzählen. Heben wir lediglich hervor, dass König-Großherzog Wilhelm I. verdienstvollen Feuerwehrmännern, die sich bei der Bekämpfung des großen Brandes besonders hervorgetan hatten, als Zeichen der Anerkennung und des Dankes eine silberne Medaille überreichen ließ.

Bleibt ebenfalls hervorzuheben, dass laut der Aufzählung von Hurt an öffentlichen Gebäuden verbrannt waren:

  • das Pfarrhaus – es lag damals „in der Pastorstraße an der Ringmauer und wurde später in den Bereich des Spitals der Barmherzigen Schwestern einbezogen“,
  • die Schule,
  • der Turm mit den drei Glocken und der Uhr der Pfarrkirche,
  • sowie die beiden Hirtenhäuser, derweil die Gemeinde selbst einen Schaden von 18 760 Gulden erlitten hatte.

Bleibt ein Wort zu sagen über das „diebische Gesindel“, das sich sofort nach dem Brand in Grevenmacher eingefunden hatte, um zu holen, was noch zu holen war. „Nach den Aussagen vieler sollen manche einen größeren Verlust durch Diebstahl als durch das Feuer erlitten haben“, schreibt Hurt. Wenige Tage später, am 28. November, wurde vom „procureur criminel“ aus durch dieSteuerverwaltung ein Aufruf erlassen, alles geraubte Gut wiederzubringen. Weil am 18. November in Grevenmacher Jahrmarkt war und weil viele Fremde dort weilten, bat der Bürgermeister darum, diesen Aufruf auch an die umliegenden Gemeinden zu erlassen.

Landesweite Solidarität als Folge

Und die materielle Hilfe für die geschädigten Grevenmacher Bürger, die nach der Brandkatastrophe große Not litten? Immerhin bezifferten die empfundenen Verluste sich: – an Gebäuden 117 240 Gulden, – an Mobiliar 39 946 Gulden, – an Lebensmitteln 19 755 Gulden; zusammen also 176 941 Gulden.

Verordnung seitens der Regierung, dass den Grevenmacher Bürgern geholfen werden muss. (Grevenmacher Gemeindearchiv)

Nun, die Hilfe, die sofort von allen Seiten kam, ist mehr als bemerkenswert. Und auch hier stand Trier einmal mehr an erster Stelle. Selbst König- Großherzog Wilhelm I. ließ es sich nicht nehmen, 2 000 Gulden aus seiner Privatschatulle zu spendieren. Die Königin fügte noch 900 Gulden hinzu.

„Bereits zwei Tage nach dem Brand erließ der Präsident der Ständedeputation Willmar einen Aufruf an das ganze Land, damit alle helfen sollten die Not zu lindern und das Unglück zu beheben“, schreibt Hurt und er fügt hinzu: „Auch

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der Regierungsrat Scheffer von Luxemburg erließ einen weiteren Aufruf an die Bewohner der Stadt Luxemburg (…).“

Ein besonderes Beispiel von Solidarität, das Hurt aus dem Lux. Wochenblatt Nr. 50, 1822, zitiert, sei an dieser Stelle aufgegriffen:
„Eine blutarme, hochbejahrte Witwe in Clausen, welche von der hiesigen Armen-Anstalt der Stadt genährt wird, jedoch dann nur sich Suppe reichen lässt, wenn ihr jedes Mittel, Arbeit zu erhalten, fehlt, diese Frau hat den im Schweiße ihres Angesichts sauer verdienten Notpfennig – 14 Sous, ihr ganzes Vermögen – freiwillig hingegeben für Grevenmachers Abgebrannte.“

Eine Kommission und eine Hilfskommission waren damit beauftragt worden, die eingelaufenen Unterstützungen gerecht zu verteilen. Laut Aussagen von Hurt handelte es sich dabei um 5 245 Gulden seitens der Regierung, die unter die 91 Dürftigsten verteilt wurden sowie um 15 264 Gulden 57 Cents, die bis zum 19. Mai 1823 aus dem ganzen Lande eingegangen waren. Und doch konnte damals nicht allen Armen geholfen werden, weil der erlittene Schaden einfach zu groß war.

Wiederaufbau und Schutzmaßnahmen

Nach dem Brand von 1822 erholte die Moselortschaft Grevenmacher sich nur langsam von der verheerenden Katastrophe. Und doch bewahrheitete sich einmal mehr, was Hurt in der Einleitung seines Büchleins bemerkt und was bereits zitiert wurde: „Aber es muss ein hartes und zähes Geschlecht gewesen sein, das in den engen Festungsmauern wohnte, dass es nach jeder Zerstörungund nach jedem Brande immer wieder von neuem sich aufraffte und aufbaute.“

Die öffentlichen Gebäude wurden nach und nach repariert und ein Kredit für das Anschaffen einer neuen Glocke wurde votiert.

Und weil man aus Schaden nun einmal klug wird, traf man Vorsichtsmaßnahmen, damit eine solche Katastrophe nicht mehr passieren sollte. Zu diesen V orsichtsmaßnahmen gehörten ein Gemeindereglement, welches das Decken der Dächer mit Stroh verbot, ein Kredit, um die Feuerlöschpumpen zu reparieren und neue Geräte anzuschaffen, das Einstellen eines Gemeindekaminfegers, welcher die Kamine nachsehen sollte, das sofortige Läuten der Feuerglocke im Fall von Gefahr und das Erlassen eines Polizeireglements zur Verhütung und Bekämpfung der Feuersbrünste.

„So sieht man, wie die Stadtväter eine weise Lehre aus jenen schrecklichen Unglückstagen zogen, indem sie alles taten, was in ihrer Macht stand, um in Zukunft ähnliche Katastrophen zu verhüten“, unterstreicht Joseph Hurt sozusagen am Schluss seiner ausführlichen Dokumentation über eines der schrecklichsten Ereignisse in der Geschichte des Moselstädtchens.

Zusammenfassung: Monique Hermes – in: „Sapeurs Pompiers Grevenmacher 1829-2002 – Livre d’Or.

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