{"id":36539,"date":"2022-06-08T11:58:32","date_gmt":"2022-06-08T09:58:32","guid":{"rendered":"https:\/\/grevenmacher.lu\/wie-die-moselmetropole-grevenmacher-zu-strasennamen-kam\/"},"modified":"2024-08-20T11:39:55","modified_gmt":"2024-08-20T09:39:55","slug":"wie-die-moselmetropole-grevenmacher-zu-strasennamen-kam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grevenmacher.lu\/de\/wie-die-moselmetropole-grevenmacher-zu-strasennamen-kam\/","title":{"rendered":"Wie die Moselmetropole Grevenmacher zu Stra\u00dfennamen kam"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1654681575287{margin-bottom: 60px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Weil in Grevenmacher Stra\u00dfennamen und -schilder bis ins 20. Jahrhundert hinein nicht selbstverst\u00e4ndlich waren, ist es interessant zu berichten, wie es \u00fcberhaupt zu diesen Stra\u00dfen- und wohl auch Gassennamen kam. Auf dem \u201ePlan der ehemaligen Festung Grevenmacher\u201c den Philippe Knaff 1867 seinem Werk \u201eGeschichtliche Abhandlung \u00fcber die Stadt und ehemalige Festung und Landrichterei Grevenmacher\u201c beif\u00fcgt, sind recht wenige Stra\u00dfennamen vermerkt; auch auf dem sog. Urkatasterplan von 1824 fehlen manche Namen.<\/p>\n<p>Am 13. Januar 1923 leitet Jos Faber seinen Beitrag <em>\u201eDie Stra\u00dfentaufe zu Grevenmacher\u201c<\/em> in der Obermosel-Zeitung mit folgendem Statement ein: <em>\u201eWir stehen vor einer sicherlich seltenen Tatsache. Eine Stadt des Gro\u00dfherzogtums, die nun beinahe siebenhundert Jahre ihren Freiheitsbrief besitzt, hat fast ausschlie\u00dflich anonyme Stra\u00dfen.&#8220;<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;36532&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1654681575287{margin-bottom: 60px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Am Schluss des Artikels weist Faber darauf hin, dass der damalige st\u00e4dtische Versch\u00f6nerungsverein \u2013 der 1891 gegr\u00fcndete Vorg\u00e4ngerverein des heutigen \u201eSyndicat d\u2019Initiative et de Tourisme\u201c \u2013 sich dieser Angelegenheit angenommen hat.<\/p>\n<p>Einfach scheint das Unterfangen nicht gewesen zu sein, denn im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 5. Februar 1924 hei\u00dft es: <em>\u201eDer Gemeinderat, Nach Einsicht eines Antrages des Versch\u00f6nerungsvereines betreffend Anbringen von Stra\u00dfenschildern und Hausnummern im Innern der Ortschaft; Erw\u00e4gend, dass der Gemeinderat die N\u00fctzlichkeit der vorgeschlagenen Ma\u00dfnahme, wenigstens insoweit dieselbe sich auf die Hauptstra\u00dfen der Ortschaft bezieht, nicht verkennt, die Kosten indessen, die auf 6.000 Franken veranschlagt sind, zu hoch erscheinen, Beschlie\u00dft einstimmig den Antrag bis zum n\u00e4chsten Jahr zur\u00fcckzustellen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Versch\u00f6nerungsverein wird wohl nicht m\u00fcde geworden sein, das Anliegen immer wieder vorzubringen; dar\u00fcber liegen uns leider keine Berichte vor. Es dauert dann bis zur Sitzung des Sch\u00f6ffenrates vom 6. M\u00e4rz 1928, in der nur B\u00fcrgermeister Dr. (Antoine) Wagner und Sch\u00f6ffe (Victor) Prost anwesend waren: <em>\u201e4. Der Antrag des Versch\u00f6nerungsvereins auf Beschaffung von Stra\u00dfenschildern wird mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Ausdehnung der Ortschaft keine derartige ist, dass Stra\u00dfenschilder notwendig sein sollten.\u201c<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;36534&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1654681575287{margin-bottom: 60px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Nur ein Jahr sp\u00e4ter ist Victor Prost B\u00fcrgermeister von Grevenmacher, und in der Gemeinderatssitzung vom 8. Oktober 1929 wird beschlossen: <em>\u201eDer Gemeinderat, Erw\u00e4gend, dass es im Interesse des Verkehrs angezeigt erscheint, wie dies anderw\u00e4rts \u00fcblich ist, die Stra\u00dfen der Stadt durch Anbringen von Stra\u00dfenschildern kennbar zu machen. Erw\u00e4gend, dass die Anschaffungskosten der Stra\u00dfenschilder in der ben\u00f6tigten Anzahl sowie das Befestigen derselben eine Ausgabe von etwa 3.500 Franken bedingen. Beschlie\u00dft mit allen Stimmen, gegen jene des H. Lethal, einen Spezialkredit im Betrag von 3.500 Franken zu dem genannten Zweck zu bewilligen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und so bekamen denn die Stra\u00dfen und Gassen der Moselmetropole auf Bestreben des Versch\u00f6nerungsvereines hin Ende der 1920er Jahre Namen und Schilder. Wohl meist jene Namen, die manche von ihnen heute noch tragen. Bis B\u00fcrger, die Grevenmacher zum Wohl gereichten, \u201eihre eigene Stra\u00dfe\u201c erhielten, sollte es jedoch noch geraume Zeit dauern\u2026<\/p>\n<p>Mittlerweile haben neun Grevenmacher B\u00fcrger, die zu Lebzeiten nicht nur in unserem Moselst\u00e4dtchen besondere Dienste geleistet haben, sondern die auch dazu beitrugen, dass der Name \u201eGrevenmacher\u201c landesweit und sogar \u00fcber die Grenzen hinaus einen guten Klang hatte, \u201eihre\u201c Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Bei den neun Grevenmacher Pers\u00f6nlichkeiten, die in ihrer Heimatortschaft verewigt sind; handelt es sich um Peter von Osburg (nach 1939) und Frantz Seimetz (seit 1956\/57), Mathias Schou, alias \u201eDe Blannen Theis\u201c, Victor Prost und Victor Braun (seit 1991) sowie Adolf Berens, Paul Faber, Jos. Hurt und Jean-Pierre Urwald (seit 1995).[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;36536&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1654681575287{margin-bottom: 60px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text]Drei Stra\u00dfen, tragen Frauennamen: die \u201erue Ste.-Catherine und die \u201erue Anne Frank\u201c \u2013 beide hatten allerdings nichts mit Grevenmacher zu tun \u2013 sowie, seit einigen Monaten, die \u201erue des Franciscaines\u201c. Die Franziskanerinnen der Barmherzigkeit sind bekanntlich seit 1869 in Grevenmacher ans\u00e4ssig. Ihnen unterstanden zeitweilig ein Waisenhaus, eine Privatschule, eine Haushaltungsschule, ein Spital und ein Altersheim. Auch das heutige HPPA im Bereich des Baxeras-Gartens untersteht der Kongregation. Es ist deshalb nicht von ungef\u00e4hr, dass die neue Stra\u00dfe sich genau dort befindet, wo die Ordensschwestern segensreich wirkten, n\u00e4mlich im Herzen der Moselmetropole.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Monique Hermes<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Quellen: Gemeindebulletin 1\/2018 \u2013 Update: 30.05.2022<\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1654681575287{margin-bottom: 60px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Weil in Grevenmacher Stra\u00dfennamen und -schilder bis ins 20. 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